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Schöner Wohnen mit Spiegeln

Schöner Wohnen mit Spiegeln

Der immerwährende Wunsch des Menschen, das Resultat des sich Schmückens und Bemalens anzusehen, war Voraussetzung für die Entwicklung von Spiegeln. Der Spiegel gab uns ein gutes Gefühl und Bestätigung. Dies ist bis heute unverändert. 

Sich selbst im Spiegel erkennen

Als Kleinkind musstest du erst elementare Entwicklungsstufen durchlaufen, damit du dein eigenes Spiegelbild erkennen konntest. Diese Fähigkeit gilt als ein Zeichen von Intelligenz und Abstraktionsvermögen, während die meisten Tiere gar nicht in der Lage sind, die Bildinformation eines Spiegels auf sich selbst zu beziehen. 

Symbolische Kraft und Aberglauben

Als zweideutiges Symbol steht der Spiegel einerseits für Eitelkeit und Wollust. Andererseits symbolisiert er Selbsterkenntnis, Klugheit und Wahrheit und ist Ursprung für gebräuchliche Redensarten, z.B. „Jemandem einen Spiegel vorhalten". Je nach mythologischer Vorstellung stand der Spiegel in der Antike als Abbild der Seele einer Person, in dem die Seele auch eingefangen und festgehalten werden konnte.
Auch im Volksglauben spielen Spiegel seit langem eine Rolle, z.B. wenn man einen Spiegel zerbricht, würde man sieben Jahre lang von Unglück heimgesucht, denn im Spiegel befände sich ein Doppelgänger. Sollte man diesen verletzen, würde er sich rächen. Man könne das Unglück abwenden, wenn die Splitter schwarz gefärbt oder in fließendes Wasser eingetaucht werden.

Geschichte der Spiegelherstellung

Ruhende Wasseroberflächen dienen als natürliche Spiegel. Flache Schalen mit Wasser waren wahrscheinlich die ersten künstlichen Spiegel. Die ersten von Menschen erschaffenen Spiegel entstanden aus polierten Obsidian-, Bronze- und Kupferplatten.
In Sidon sollen die ersten Spiegelflächen aus Glas, eingelassen in eine Metallfläche, erfunden worden sein. Die ältesten Exemplare stammen aus dem zweiten Jahrhundert n. Christus.
Im 14. Jahrhundert entstanden Spiegel aus geblasenen Glaskugeln, die während sie glühten, in eine Metalllegierungen eingebracht wurden. Diese Kugeln zerteilte man nach dem Erkalten in Abschnitte und bekam so konvexe Spiegelflächen für die u.a. Elfenbein und Holz als Trägermaterialien dienten.
Zum Ende des Mittelalters stellte man Spiegel her, indem man Quecksilber auf dünne, auf Papier gelagerte, polierte Zinnfolien auftrug und mit einem weiteren, glatten Papierblatt bedeckte. Darauf wurde eine Glasplatte gelegt und leicht angedrückt, während die obere Papierschicht wieder entfernt wurde.  Diese Art der Spiegelherstellung wurde fast vier Jahrhunderte lang angewandt, obwohl sie erheblich aufwändiger als die Spiegelherstellung durch Einblasen der Legierung in Glaskugeln war. In Saint-Gobain wurden die ersten ebenen Spiegel hergestellt.
Als 1886 Quecksilber-Spiegel aufgrund ihrer Giftigkeit verboten wurden, ging man zur Silberspiegelfabrikation über. Heutige Spiegel entstehend durch das Aufbringen von Aluminium bzw. Aluminiumfolie auf glatte Glasscheiben.

Einrichten mit Spiegeln

  1. Jede Wohnung ist so individuell wie die Bedürfnisse ihrer Bewohner. Darum ist die Frage, wo der richtige Platz ist, nicht allgemein zu beantworten. Es gibt Plätze in der Wohnung, die ungünstig für einen Spiegel sind, z.B. solltest du Wandspiegel im Eingangsbereich so aufhängen, dass du dich beim Betreten deiner Räumlichkeiten nicht in ihnen spiegelst. Besonders für Besucher ist es irritierend, da der Eindruck entsteht, es käme jemand auf sie zu. Man erkennt nicht sofort, dass es sich um das eigene Spiegelbild handelt. 
  2. Am Ende von Treppenabsätzen (sowohl unten als auch oben) solltest du Spiegel ebenfalls vermeiden. Die Reflexion verunsichert und kann sogar Stürze begünstigen.
  3. Ansonsten kannst du Spiegel ganz nach deinen Bedürfnissen in deine Einrichtung und deinen täglichen Ablauf integrieren. Ob dem Einrichtungsstil angepasst oder als optisches Highlight, z.B. ein Barockspiegel, liegt ganz in deinem Ermessen. Wichtig ist, was du mit deinem Spiegel bezwecken möchtest. Spiegel können Räume optisch vergrößern und zum besseren Ausleuchten beitragen. Als Alternative zu Bilderrahmen oder in Kombination mit Bildern kommen sie als Wandspiegel über Kommoden und Sideboards gut zur Geltung.
  4. Wenn du dir nicht aussuchen kannst und willst, an welchem Platz dein Spiegel hängen kann, dann kannst du in unserem Spiegel Shop einen Spiegel nach Maß bestellen, der in passender Größe für die vorgesehene Fläche angefertigt wird.
  5. Soll er dir als Badspiegel für deine morgentliche Routine dienen, dann achte darauf, dass du ihn gut ausleuchtest, am besten von 3 Seiten, damit kein Schatten auf deinem Gesicht entsteht.



  6. Für Schlafzimmer sind Ganzkörperspiegel sehr beliebt und nützlich, da du dich von Kopf bis Fuß betrachten kannst. Du entscheidest, ob in dein Schlaf- bzw. Ankleidezimmer platzsparend ein großer Spiegel an der Wand, Schränke mit bodentiefen Spiegeltüren oder ein Standspiegel als Blickfang passt. Du kannst dir auch einen schönen Platz mit Schminkspiegel gestalten, der ebenfalls 3seitig ausgeleuchtet sein sollte.



  7. Mit einem schmalen Flurspiegel nach Maß kannst du auch in enge und kleine Eingangsbereiche etwas Atmosphäre bringen. Gibt es keine natürliche Lichtquelle in deinem Flur oder Zwischenraum, dann platziere den Wandspiegel gegenüber einer offenen Zimmertür, damit das von dort einstrahlende Tageslicht reflektiert werden kann.
  8. Zum Aufhängen von Wandspiegeln beachte bitte die Traglast und Beschaffenheit der Wand, an der du den Spiegel aufhängen möchtest und besorge dir die richtigen Dübel. Am besten du prüfst die Anbringungsmöglichkeit schon vor dem Kauf deines Spiegels, damit es hinterher keine bösen Überraschungen gibt. Vor allem schwere und große Spiegel sind nicht für jede Wand gemacht.
  9. Ein Ganzkörperspiegel sollte mindestens halb so hoch wie deine Körpergröße sein. Durch Anhalten an der gewünschten Wand, stellst du fest, auf welcher Höhe du deinen Spiegel anbringen muss, um dich von Kopf bis Fuß sehen zu können. 
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Datum

29. Juli 2019

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